Nach dem Parteitag

Der Göttinger Parteitag der Partei DIE LINKE liegt nun hinter uns. Dieser war gekennzeichnet durch teils turbulente Debatten. Dennoch – und dies hat uns sehr gefreut – haben wir es mit unserem „alternativen Leitantrag“ geschafft, den Diskurs über die Zukunft unserer Partei und deren „Innenleben“ maßgeblich zu bereichern. Jan Korte, direktgewählter Bundestagsabgeordneter aus Sachsen-Anhalt, erhielt die Möglichkeit in der Generaldebatte unseren Antrag, unsere Motivation zur Einreichung dessen und den Inhalt den Delegierten vorzustellen. Die Reaktionen darauf waren positiver als gedacht. Zwar gab es auch wieder vereinzelte Anwürfe gegen die EinreicherInnen, z.B. „sie würden nicht auf der Grundlage des Parteiprogramms“ handeln, doch diese Stimmen blieben glücklicherweise die Ausnahme.
Erfreut haben wir zur Kenntnis genommen, dass sich sehr viele RednerInnen auf den kulturellen Umgang in unserer Partei bezogen. Schließlich hat der Vorstand angeboten, einige wesentliche Passagen aus unserem Antrag in seinen Entwurf zu übernehmen. Um die Konflikte auf diesem Parteitag nicht noch größer werden zu lassen, und vor dem Hintergrund einer tiefgehenden Debatte in Göttingen über unser Profil, haben wir kurz vor der Abstimmung unseren Antrag zurückgezogen. In dieser Situation musste unsere Verhandlungsgruppe schnell reagieren und konnte nicht zu allen EinreicherInnen den Kontakt suchen. Dafür bitten wir um Verständnis. Es hätte, so unsere Einschätzung, nicht viel geholfen, wenn auf diesem Parteitag erneut eine Abstimmung mit einem sehr knappen Ergebnis stattgefunden hätte. Wir glauben aber, dass dem neuen Parteivorstand mit unserem Antrag klar geworden ist, welche Hausaufgaben vor uns liegen und dass in Zukunft die Mitglieder wesentlich stärker in die Arbeit des Vorstandes eingebunden werden müssen.
Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei all jenen bedanken, die uns unterstützt haben, in den Regionalkonferenzen in die Debatten eingestiegen sind und ihren Namen unter den Antrag gesetzt haben. Leider ist es aber so, dass noch immer nicht alle in unserer Partei begriffen haben, dass es ein Recht der Mitglieder ist, auch einen solchen Antrag zu formulieren und einzureichen. Mehr dazu in der Tageszeitung „neues deutschland“ (HIER DER LINK)

Wir werden diese Seite noch einige Zeit online halten, um nicht den Kontakt zu Interessierten zu verlieren und hoffen, dass wir im Gespräch miteinander bleiben.

Hier der beschlossene Leitantrag des Göttinger Parteitages, inkl. der Übernahmen aus unserem Antrag. (wird verlinkt, sobald dieser veröffentlicht wurde)

Ein erster Erfolg: Antrag zugelassen

Liebe UnterzeichnerInnen, liebe GenossInnen,

nachdem wir am vergangenen Freitag unseren alternativen Leitantrag fristgerecht eingereicht haben, hat heute nun die Antragskommission unserem Ansinnen stattgegeben und den Antrag zugelassen. Damit steht er nun auch offiziell zur Debatte in Göttingen. Das allein schon – über mehrere inhaltliche Angebote zu debattieren – ist ein Erfolg für die gesamte Partei.
Bereits jetzt schon läuft die Debatte über unser inhaltliches Angebot in der gesamten Partei. Wir hoffen, dass die Debatten weiterhin so solidarisch und ohne Vorverurteilungen und Ängste bis Göttingen mit den Mitgliedern unserer Partei weiterlaufen.
Um eine solidarische Debatte in Göttingen zu ermöglichen ist es aber auch notwendig, dass unser Antrag in den nunmehr laufenden Regionalkonferenzen und Delegiertenberatungen zum Bundesparteitag vorgestellt und begründet wird. Wir hoffen also darauf, dass ihr, die UnterzeichnerInnen, in diesen Beratungen aktiv teilnehmen und die Inhalte unseres Antrages dort transparent oder auf Nachfrage darstellen werdet.
Gestern fand bereits die Regionalkonferenz der Landesverbände Saarland und Rheinland-Pfalz statt, morgen folgt Baden-Württemberg und am Montag geht es in Thüringen weiter.
Alle Termine findet ihr unter folgendem Link: http://www.die-linke.de/nc/dielinke/termine/

Vielen Dank für Eure Unterstützung! Auf einen erfolgreichen und solidarischen Parteitag in Göttingen.

Alternativer Leitantrag fristgerecht eingereicht

Für eine neue Ära der Solidarität

Liebe Genossinnen und Genossen,

soeben haben wir fristgerecht unseren alternativen Leitantrag als Ersetzungsantrag zum Leitantrag des Parteivorstandes bei der Antragskommission der Partei DIE LINKE eingereicht. (18. Mai 2012, 13.19 Uhr).
Wir möchten uns als InitiatorInnen ganz herzlich bei Euch für eure Unterstützung und die vielen positiven Rückmeldungen bedanken. Leider haben wir auch einige – um es freundlich zu sagen – uns beschimpfende Mails von Mitgliedern unserer Partei erhalten. Dies hat uns einmal mehr gezeigt, dass es noch ein weiter Weg ist, bis innerparteiliche Demokratie verwirklicht und solidarischer Streit von allen Mitgliedern niveauvoll geführt werden wird. Die große Zahl der positiven und mutmachenden Rückmeldungen aber hat uns in dieser Hinsicht optimistisch gestimmt.

Unser Antrag, das zumindest zeigen die Reaktionen, ist vor diesem Hintergrund nötig gewesen.

UPDATE:
Inzwischen hat sich auch das Politik-Blog Lafontaines Linke mit den Unterschieden zwischen den beiden Leitanträgen auseinandergesetzt. Thesen uns Schlussfolgerungen kann man hier einsehen:
http://www.lafontaines-linke.de/2012/05/fragend-voran-linke-personaldebatte-strategie/

Worin besteht eigentlich der Unterschied?

Am Dienstag, den 15. Mai 2012 veröffentlichten einige Parteimitglieder einen alternativen Leitantrag für den bevorstehenden Göttinger Bundesparteitag der Partei DIE LINKE. Bislang haben über 200 Mitglieder die Einbringung des alternativen Leitantrages namentlich unterstützt. Darüber haben wir uns sehr gefreut und fühlen uns in unserem Bestreben, die Diskussion in der Partei zu öffnen und zu beleben, bestärkt. Wir hoffen, dass der alternative Leitantrag nun auch Gegenstand der zahlreichen Regionalkonferenzen zur Vorbereitung des Bundesparteitages sein wird. Und wir hoffen, dass diejenigen, welche sich bislang als UnterstützerInnen gemeldet haben, dieses Diskussionsangebot in die Partei, in die Mitgliedschaft tragen werden und auf zentrale Unterschiede zwischen den beiden Anträgen aufmerksam machen.
Diese bestehen aus Sicht der InitiatorInnen (mehr…)

UPDATE: 325 UnterstützerInnen bis 19.00 Uhr (18.5.2012)

Für eine neue Ära der Solidarität
Für eine offene, streitbare und solidarische Linke

Ersetzungsantrag zum Leitantrag des Parteivorstandes für die erste Tagung des 3. Parteitages der Partei DIE LINKE in Göttingen, vom 2. bis 3. Juni 2012
Ersetzung der Zeilen 5-379

Das Land wird schlecht regiert. Die Menschen aber haben das Recht, in besseren Verhältnissen leben zu können und das Recht, nicht nur Hoffnung auf eine gute Zukunft zu haben, sondern diese aktiv und selbstbestimmt zu gestalten. Doch ein großer Teil der Bevölkerung hat selbst die Hoffnung auf eine bessere Zukunft aufgegeben. Das ist verständlich, denn: Die Regierung schaut der wachsenden sozialen Ungleichheit nicht nur tatenlos zu, sondern trägt zu ihrer Verschärfung bei. Nachhaltige Investitionen in das Gemeinwesen, in Schulen und Hochschulen, in lebenswerte Städte, Kultur und gute Versorgung auf dem Land bleiben aus. Der Zukunft in Form einer dringend notwendigen Energiewende wurde gerade erst die Grundlage entzogen. BürgerInnenrechte wurden zu einer einzigen Bruchhalde.
Und während die 30 größten Dax-Unternehmen die größten Gewinne seit Jahren einfahren, leiert die etablierte Politik beständig, den falschen wie nur vordergründig „alternativlosen“ Satz vor sich her: „Es ist kein Geld da“. Mit ihrer starrköpfigen, wirtschaftlich wie sozial unvernünftigen Kürzungspolitik setzt Schwarz-Gelb die Zukunft ganzer Generationen aufs Spiel. Widerstand dagegen regt sich allein in den Köpfen und Herzen, manches Mal auf den Straßen, zunehmend als Protest bei Wahlen und leider noch einsam als linke Opposition im Bundestag. Als verantwortungsvolle und emanzipatorische Linke sind wir einsame RuferInnen in den Parlamenten. Wir aber müssen mehr sein. Wir müssen mit konkreten Visionen Widerstand im parlamentarischen System leisten und gleichzeitig Vertrauen schaffen – Gemeinsamkeiten und Zuversicht in den Netzwerken und Bewegungen herstellen, in denen wir verankert und aktiv sind, und bei BündnispartnerInnen: bei und mit den Menschen in der Gesellschaft.
W A N N, wenn nicht gerade J E T Z T!

I. Von Schikanen bis Abschottungen
Als im Herbst 2008 Merkel und Steinbrück Banken mit Hunderten von Milliarden versorgten und spekulative Vermögen gerettet wurden, versprach die Kanzlerin, den Finanzplätzen und der Spekulation der Reichen scharfe Regeln und gut bewachte Grenzen zu setzen. Es blieb bekanntlich bei leeren Worten. Grenzen und Regeln setzten die Deutschen daheim und in Europa nur den Armen. Regeln wurden alsbald zu Schikanen nach innen und soziale Sicherheit zur Abschottung nach außen. Flüchtlingsbewegungen nach Europa wurden unter Inkaufnahme des Todes Tausender unterbrochen, während die Grenzen für globale Spekulationsströme mit überflüssigem Geld aufgebrochen wurden. Dieser Prozess hat sich immer schneller verselbständigt und immer neue Krisen hervorgerufen. Immer neue öffentlich-finanzierte Rettungspakte mussten her, damit die Spekulationsinteressen nicht in sich zusammenbrechen, sondern weiter befriedigt werden konnten. Die Politik der Regierenden ist dem Ziel untergeordnet, das „Vertrauen der Märkte“ zu gewinnen – und verliert darüber gleichzeitig das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Ein kühl kalkuliertes Risiko! Statt Arbeitsplatzsicherheit, existenzsichernde Einkommen, gute Bildung, Aufstiegschancen, hochwertige Gesundheitsversorgung und auskömmliche Alterssicherung sind hohe Zinsgewinne, Aktienkurse und garantierter Schuldendienst, sind die Interessen der Banken, Geldfonds und VermögensbesitzerInnen, die Boni der BankerInnen maßgeblich für das Handeln der herrschenden Politik.
Statt Antikrisenpolitik betreibt die schwarz-gelbe Regierung seit 2009 harte Kürzungspolitik. In Europa gelingt es ihr, ein radikales Update der Agenda 2010 im Versuchslabor Griechenland durchzusetzen – weitere wurden in Spanien, Portugal und Irland eingerichtet. Die jeweiligen Finanzhilfen dienen dazu, im Gleichschritt mit dramatischen Kürzungen bei Löhnen, Beschäftigung und Sozialleistungen, kurzfristig den Schulden“dienst“ gegenüber privaten Gläubigern sicher zu stellen. Es wird so abermals ein „Dienst“ der Bevölkerung und ihres Gemeinwesens gegenüber SpekulantInnen und Vermögenden durchgesetzt. Ein langfristiger wirtschaftlicher und sozialer Wiederaufbau wird mit dieser Abrisspolitik systematisch hintertrieben. Die wirtschaftliche zog eine politische Krise hinter sich her und die politische Krise verlängert die wirtschaftliche Krise – in Deutschland u.a. auch deshalb, weil insbesondere die einzige Opposition hierzu, die Opposition von Links selbst in einer Krise steckt. Am Ende dieses Teufelskreises stehen Zerwürfnisse und Gräben in den Gesellschaften, die weiter zunehmen, anstatt sie durch einen sozialökologischen europäischen „Solidarplan“ zu überwinden.
Stattdessen werden wachsende Staatsschulden und „Schuldenbremsen“ als selbstgeschaffener Vorwand für einen erneuten Angriff auf Sozialleistungen, sozialstaatliche Regeln und öffentliche Einrichtungen und Gemeineigentum benutzt. Diese Politik treibt die öffentlichen Finanzen in einen permanenten Ausnahmezustand, in dem dann ein weiterer Abbau von sozialen Leistungen und öffentlichen Diensten durchgesetzt werden kann. In anderen europäischen Staaten wird dieser Ausnahmezustand beinahe täglich mit Gewalt aufrechterhalten. Und in Deutschland?
Die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung führt unser Land nicht in eine lebensfähige Zukunft. Es mangelt ihr nicht nur an Einsicht und Vernunft, sondern vor allem an dem politischen Willen. Die Wünsche, Forderungen und Gala-Einladungen der „Welt des großen Geldes“, also der 30 Prozent der Bevölkerung, die über mehr als 85 Prozent des persönlichen Nettovermögens verfügen, sind ihnen näher als die Sorgen und Hoffnungen der über 60 Prozent, die den mittleren und unteren Einkommensschichten angehören.
Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befinden sich ihre Zukunftsplanungen nicht erst „seit den Lehmann Bros.“, also seit Herbst 2008, sondern seit über zwei Jahrzehnten in der Krise. Wachsende Unsicherheitserfahrungen, die Behauptung eines drohenden sozialen Abstiegs prägen die Erfahrungen der Stamm- und Kernbelegschaften seit Jahren, denn im entfesselten Finanzmarktkapitalismus sind Löhne, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen lediglich Restgrößen. Die Regierungsparteien boten nie ausreichende Antworten auf die sich verändernde Gesellschaft, in der zwar Industrie nicht völlig verschwindet aber doch die sog. Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft dominierender wird. Alle Parteien antworteten auf Zukunftsfragen stets mit Formeln des 20., nicht aber des 21. Jahrhunderts. Die Regierungspolitik von SPD, Grünen, Union und FDP förderte so die Dominanz des Niedriglohnsektors in Deutschland, mit geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, die keine menschenwürdige Existenz sichern, mit Leiharbeit, Werkverträgen und befristeter Beschäftigung, die die Belegschaften spalten. Die Abhängigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von kurzfristigen Unternehmensentscheidungen wuchs parallel zum Abbau sozialstaatlicher Standards. Die Hoffnung auf Zukunft, auf gute Arbeit und ein besseres Leben, wurde so zur blassen Erinnerung an die Vergangenheit. Soziale und politische Ausgrenzung sind zu einem Dauerzustand geworden, aus dem wieder herauszukommen unter dieser Politik keine Hoffnung mehr besteht. Dieser Druck ist für viele nicht mehr beherrschbar – Menschen brechen unter diesem, weichen zurück, finden nicht mehr zurück ins Leben. Deshalb und für die Menschen, erfordert der Druck von oben unseren Gegendruck, unseren Widerstand, unsere Kreativität und Öffnung. Von diesem Gegendruck, von unserer Solidarität und Kreativität wird auch abhängen, ob Zukunftsängste sich zunehmend in Chauvinismus, Sexismus, Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus niederschlagen oder nicht. Denn die Verlierer der herrschenden Politik sind auch und in erster Linie AsylbewerberInnen, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderungen und Menschen in existenzieller Not. Unsere Alternative heißt Mitbestimmung, Menschlichkeit, Demokratie und Solidarität – kurz: demokratischer Sozialismus. Gerade deshalb ist eine neue Ära der Solidarität, des Widerstands gegen jegliches Ausspielen der einen Gruppe gegen eine andere, eine unverrückbare Notwendigkeit.
Die politische Aufgabe, der politische Existenzzweck unserer Partei und ihrer parlamentarischen Fraktionen, ist der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität, ist die Bekämpfung der Krise der Arbeitsplätze, der Krise der unteren und mittleren Einkommen, der Krise der öffentlichen Wohlfahrt, der Krise der Demokratie und der damit verbundenen Ausgrenzung von ganzen Gesellschaftsgruppen. Daran werden wir in unserer politischen Alltagsarbeit, in unserem parlamentarischen Wirken und bei Wahlen gemessen. Wen sollte man auch sonst daran messen, wenn nicht U N S!

II. Die Ideologie der Ungleichwertigkeit
Der soziale Kältestrom und die seit über einem Jahrzehnt betriebene Politik der Demütigung, Bevormundung und ständigen Verunsicherung haben nicht nur materielle Schäden für Einkommen und Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten angerichtet. Diese abgeschottete und bornierte Politik ist das schleichende Gift für Demokratie und sozialen Zusammenhalt in einer offenen und freien Gesellschaft. Wir sind mittendrin, in einer anschwellenden Legitimations- und Demokratiekrise. Es gibt keinen mechanischen und direkten Zusammenhang zwischen der Verschlechterung der eigenen sozialen Lage und globaler Krisenerfahrung einerseits und gemeinsamen politischen Engagements, Solidarität, Protest und Stärkung linker Politik andererseits. Denn: Massenarbeitslosigkeit, wachsende soziale Ungleichheit, soziale Ausgrenzung, Spaltung und Abwertung hinterlassen schwarze Risse in einer bunten Gesellschaft. Die „Sarrazin-Debatte“ Mitte 2010 zeigte, wie schnell die Krise für größere Teile der Bevölkerung in allen sozialen Schichten einen Namen bekommen kann und vermeintlich „Integrationsunwillige“ als Sündenböcke für Wohlstandsverluste, Erosion der gesellschaftlichen Ordnung, Abstiegs- und Zukunftsängste dienen können. Die demokratischen Grundlagen einer zivilen Gesellschaft – das Ideal der gleichen Würde, Rechte und Pflichten, der Gleichheit und Gleichwertigkeit, der Freiheit und Gleichheit – werden so der Erosion Preis gegeben werden. Im oberen Drittel der Gesellschaft hat sich die Ideologie der Ungleichwertigkeit in den letzten Jahren besonders stark ausgebreitet.
Viele Menschen haben spätestens mit den „Hartz“-Gesetzen und der Agenda-2010-Politik – typisch deutsch – bürokratisch schwarz auf weiß mitgeteilt bekommen, dass sie sozial, kulturell und politisch abgeschrieben worden sind, dass es auf sie in dieser Gesellschaft nicht mehr ankommt. Sie sind als Menschen, als wertvoller Teil der gesellschaftlichen und nichtökonomischen Entwicklung und Verwertung verzichtbar geworden – ihre Geldbeutel, ihre kleinen Ersparnisse indes nicht. Aus der Wahrnehmung sozialer Ungleichheit ist so eine Erfahrung der Ungleichwertigkeit geworden. Mit der Einkommensarmut und unsicheren Lebensumständen wachsen Enttäuschung und politisches Desinteresse. Auch deshalb befinden sich unter den NichtwählerInnen seit einem Jahrzehnt überdurchschnittlich viele sozial Benachteiligte. Mit der Wahlbeteiligung sinkt so auch die Qualität und die Attraktivität der Demokratie, weil die Interessen wachsender Teile der Bevölkerung nicht mehr vertreten sind. Filz, Korruption und Lobbyismus nehmen als Mittel der Interessenartikulation die Stelle demokratischer Willensbildung ein.
DIE LINKE existiert, weil sich Millionen Bürgerinnen und Bürger im vergangenen Jahrzehnt weder sozial noch politisch abschreiben lassen wollten und auf ihren gleichen demokratischen Rechten bestanden. Nachhaltige, durchsetzungsfähige Mehrheiten für eine andere politische Agenda, für einen politischen Richtungswechsel wird es aber nur geben können, wenn es uns gelingt, den Trend zur demokratischen Aushöhlung und einer Klassendemokratie umzukehren und die Angehörigen einkommensschwacher und sozial bedrohter Schichten wieder für die demokratische Beteiligung zu gewinnen. W O anders also sollten wir anpacken, als genau H I E R!

III. Eine offene politische Linke
Die kommenden Bundestags- und Europawahlen sind zwei von vielen Bewährungsproben für linke, alternative Politik. Sie sind aber vor allem entscheidend für unsere eigene Standortbestimmung und strategischen Weichenstellungen. Gelingt es uns, wieder mehr Menschen zur Wahl zu bewegen und damit die Ideologie der Ungleichwertigkeit zu durchbrechen? Gelingt es uns, DIE LINKE als eine verantwortungsvolle Linke zu verankern, die Zukunft eröffnet? Und gelingt es uns, als nächsten Schritt zur Bundestagswahl die Widerstände, Solidaritäten, Aktionsformen und AktivistInnen zusammen zu bringen und für die Verteidigung des Gemeinwesens wie 2005 und 2009 in einem breiten wie starken Bündnis zu vereinigen? Fragen, die nicht nur wir, sondern vor allem die Menschen an uns richten. Die Antworten darauf aber müssen wir geben. Auch deshalb sind von nun an entsprechende organisatorische und programmatische Vorbereitungen auf die Bundestags- und Europawahlen dringend geboten. Denn DIE LINKE darf nicht von den Schwächen und Mängeln der anderen Parteien abhängig sein. Sie muss eine eigenständige politische, demokratisch-sozialistische Kraft sein, die sich nicht zuerst über ihr Verhältnis zu anderen Parteien definiert.
Wir können nicht davon ausgehen, dass der kommende Wahlkampf durch eine offene Systemkrise des Kapitalismus und der sozialen Marktwirtschaft und anwachsender Klassenkämpfe in Deutschland geprägt sein wird. Tatsächlich gibt es viele Anzeichen dafür, dass das Vertrauen in die herrschende Ordnung, in die Eliten abgenommen hat. Eine übergroße Mehrheit vertritt die Auffassung, dass die „soziale Marktwirtschaft“ die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht und „nicht mehr so funktioniert wie früher“. Etwa 50 Prozent der Menschen machen sie „verantwortlich für die Ungerechtigkeit in Deutschland“ und sagen, sie „muss grundlegend geändert werden“. Doch darüber, ob und wie Gesellschaft und Wirtschaft verändert werden könnten, herrscht große Orientierungs- und Ratlosigkeit. Auch bei uns selbst! Diese Offenheit ist keine Kapitulation. Diese Offenheit ist das Fundament der Öffnung unserer Partei – für die Aufnahme der Widerstände, Visionen und Ideen einer noch existierenden bunten Gesellschaft in unser Denken und Handeln. Das hohe Maß an Unbehagen und Unsicherheit über die weitere Entwicklung und ungewollte, unübersehbare Folgen radikaler Eingriffe, machen Mehrheiten für eine alternative Politik schwer. Diese Ängste anzusprechen, ist eine unserer Aufgaben. Diese Ängste in unsere Politik aufzunehmen, ist unsere Pflicht. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern müssen wir Antworten entwickeln, wie auf die Herausforderungen einer sich grundlegend verändernden Gesellschaft zu reagieren ist – Antworten, die alle mitnehmen und keinen zurücklassen.
In den nächsten Jahren muss es uns darum gehen, die herrschende Politik, die eine Politik der Verschärfung der jeweiligen Krisen für Millionen ist, zu durchbrechen und die Interessen der Menschen wieder auf die politische Tagesordnung zu setzen. Unsere konkreten politischen Forderungen und Themen, ob im Bund, in Europa, in den Ländern und Kommunen, folgen verlässlichen, politischen Grundfesten:
• Voraussetzung für einen Kurswechsel der Politik ist eine andere Verteilung des materiellen Wohlstands: von den Einkommen aus Gewinnen und Vermögen hin zu den Löhnen, Renten und Sozialeinkommen sowie von den privaten Kassen zu den öffentlichen Kassen. Öffentlich sanktionierte Armut und unbeschränkten privaten Reichtum darf sich unser Land nicht länger leisten.
• Soziale Mindeststandards bei Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen, Löhnen, Renten und Sozialeinkommen sind wichtige Hebel, um soziale Ungleichheit und Unsicherheit abzubauen und Vertrauen in sozialen Zusammenhalt und demokratische Instrumente zu stärken.
• Die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen erfordert einen sozialökologischen Umbau. Die Etablierung eines nachhaltigen und solidarischen Wirtschaftens ist ein zentrales Element demokratisch-sozialistischer Politik: Think global – act local.
• Ein soziales und demokratisches Europa erfordert eine andere soziale Politik in Deutschland. Wir setzen auf eine Lohnentwicklung, die die lokale Wirtschaft stärkt und Handelsbilanzgerechtigkeit ermöglicht. Europa darf sich nicht kaputt sparen, sondern muss die Lebens- und Beschäftigungsperspektiven, ein gutes Leben für alle von Griechenland bis Portugal, von Italien bis Finnland nachhaltig verbessern.
• Hochwertige öffentliche Dienstleistungen und gut verwaltetes Gemeineigentum sind Voraussetzungen, um unabhängig von Einkommen, Bildung, Beruf und sozialer Zugehörigkeit für alle gleichen Zugang zu den „Lebensmitteln“ einer demokratischen und sozialen Gesellschaft zu ermöglichen: Bildung, Information, Gesundheit, Energie …
• Der Einsatz für Ostdeutschland, für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse, Löhne, Renten und öffentlicher Dienstleistung ist ein Grundstein des Vertrauens in uns in den neuen Bundesländern. Hier haben wir im Besonderen in den vergangenen 20 Jahren gewirkt. Hieraus, aus der Vertretung vor Ort, erwächst eine unserer maßgeblichen Stärken. Diese gilt es im Interesse der Menschen weiter auszubauen und nicht nachzulassen.
• Den Kampf gegen Korruption, Filz und Willfährigkeit der Politik gegenüber wirtschaftlicher Macht, den Kampf für Information, Transparenz und Beteiligung, für den materiellen Kern demokratischer Rechte führen wir, um das Vertrauen in die Verfahren demokratischer Beteiligung zu stärken. Ohne Demokratie gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Garantierte Bürgerrechte und mehr Mitbestimmung für alle schließen den alltäglichen Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ein.
• Was im eigenen Land gilt, muss auch nach außen gelten: wirksame globale Kontrolle des internationalen Finanzkapitals, Anerkennung und Durchsetzung des gleichen Rechtes aller Menschen auf Entwicklung und Wohlstand, auf Kooperation und gute Nachbarschaft. Aus der gegenwärtigen wirtschaftlichen Stärke Deutschlands in Europa leitet sich nicht das Recht ab, anderen Ländern Vorschriften zu machen, sondern die Verpflichtung zu solidarischer Hilfe.

Diesen Zielen deutlich näher zu kommen heißt, die Partei durch Öffnung zu stärken und sie neu aufzustellen.

IV. LINKE Hausaufgaben
Wir müssen Liegengelassenes aufgreifen, nachsitzen, unsere Hausaufgaben zunächst einmal erkennen, um sie dann zu erledigen. Dazu gehört, DIE LINKE zu einer wirklich solidarischen und gleichzeitig streitbaren Partei landauf landab zu entwickeln. DIE LINKE benötigt dafür eine Kulturrevolution, die alte Gräben und neue Dogmen hinwegfegt. Wir müssen an einer innerparteilichen Kultur bauen, die DenkerInnen auch QuerdenkerInnen sein lässt, die diese ermutigt, nach dem Geist auch den Mund zu öffnen. Denn: Der Blick auf das Notwendige darf nicht länger verstellt bleiben: Die GenossInnen in Frankreich haben es vorgemacht. Dort haben die Bürgerinnen und Bürger und die Linke Sarkozy aus dem Elysee gewählt. Nun muss auch der zweite Teil von „Merkozy“ in Rente nicht erst ab 67 gebracht werden. Wir wollen Merkel & Co. spätestens 2013 abwählen. Die GenossInnen in Spanien, Griechenland, Frankreich und in Dänemark haben vorgelegt. Nun ist es an der Zeit, auch in Deutschland mit einer linken Mehrheit unser Land und damit auch Europa weiter nach links zu rücken. Unser Ziel ist die radikale Demokratisierung der Gesellschaft. Dafür müssen auch wir uns aus den Hinterzimmern heraus begeben.
Anknüpfend an den Beschluss des Rostocker Parteitages, bestehen unsere Hausaufgaben vor allem in:
• der Stärkung der sozialen Verankerung der Partei: Parteistrukturen müssen im Verhältnis zu parlamentarischen Strukturen gestärkt werden, unsere Politik muss sich weniger aus dem medialen und parlamentarischen Alltag und mehr aus dem sozialen Alltag heraus entwickeln;
• der Weiterentwicklung der innerparteilichen Demokratie und des Grundsatzes jeder Mitgliederpartei, dass die Partei den Mitgliedern gehört;
• der Öffnung der Partei, ihres Wählerpotenzials, ihrer Themen und der Arbeit in der Partei für neue, jüngere kulturelle Milieus und das gleichzeitige Zusammenwachsen des Parteilebens in sozialer und kultureller Vielfalt;
• der Stärkung der lokalen Politik des sozialen Parteilebens vor Ort, weil daraus die langfristige Stabilität der Partei erwächst;

In der Summe der letzten Monate sind wir hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben und mussten teils herbe, aber in jedem Fall enttäuschende Wahlniederlagen hinnehmen. Dies ist in erster Linie uns allen und nicht nur zwei Personen zuzuschreiben. Mögen sich einige über den Verlust oder das Nichterreichen parlamentarischer Vertretungen gesorgt haben, ist der Verlust an Attraktivität und Rückhalt bei den Menschen im Land wesentlich besorgniserregender. Seit den Bundestagswahlen 2009 haben sich unsere Zustimmungswerte unter den Menschen in diesem Land halbiert. Diesen verlorenen Rückhalt bekamen wir aber auch in unseren eigenen Reihen zu spüren. Viele Mitglieder haben uns verlassen oder sind für uns einfach nicht mehr erreichbar. Dies hat zuvorderst mit uns selbst zu tun. Es sind aufkeimende Dogmatismen, die unserer Streitkultur, unserer Solidarität untereinander und unserer Offenheit nach außen wie nach innen geschadet haben. Das Wort hinter vorgehaltender Hand ist ehrlicher geworden, als die Reden und Beiträge auf Parteitagen und oder in Versammlungen. Die Gräben zwischen den Quellparteien, zwischen Ost und West, sind nicht überbrückt, sondern tiefer geworden. Aber eine Partei, die sich selbst nicht mag, wird nicht gemocht. Wie soll man uns den Kampf um Solidarität im Land abnehmen, wenn wir nicht einmal miteinander solidarisch sind. Deshalb darf es nicht mehr „Kurs halten“ heißen oder ein „Weiter so“ geben.
Nur wenn wir uns wieder – wie 2007 – öffnen, zuhören, akzeptieren und andere mitnehmen, gewinnen wir gemeinsam an Profil und Eigenständigkeit. Die Akzeptanz von Kampagnen, politischen Forderungen und Personen entsteht eben nicht durch Verordnung von oben, sondern durch Partizipation, Überzeugungskraft und Solidarität.
Für Demokratie in Deutschland und Europa zu streiten fordert uns auch nach innen heraus. Wir können nur für die Zukunft der Menschen kämpfen, wenn wir uns nicht selbst dieser entledigen. Hierfür ist mehr Selbstbewusstsein und mehr Mut für eine breite politische Beteiligung bei der Politikentwicklung notwendig. Das Internet bietet hier eine zusätzliche, technologische Grundlage. Die besondere Herausforderung für uns besteht darin, die bisher praktizierte Parteipolitik schrittweise zu öffnen und dem wachsenden Verlangen nach politischer Beteiligung anzupassen. Aufgrund unserer Mitgliederstruktur muss unser Hauptaugenmerk auf der Verbindung bestehender Offline-Parteiarbeit mit neuen Formen der digitalen Kommunikation liegen. Dies setzt aber die Bereitschaft voraus – insbesondere in Vorstandsebenen – offene, transparente Diskussionen und entscheidungsoffene Prozesse zu ermöglichen. Diese kulturelle Frage gilt es zunächst einmal offline zu etablieren.
Der Sieg einer innerparteilichen Gruppe über eine andere, ist für unsere WählerInnen nicht interessant. Deshalb darf dieser Parteitag die Chance auf einen gemeinsamen Neuanfang nicht verspielen.
Unsere Mitglieder sind unser stärkstes Fundament. Übergeben wir ihnen ihre Partei: Wir wollen Mitgliederentscheide, mehr Konferenzen, Anhörungen und offene Debatten. Wir brauchen Transparenz und mehr Demokratie. Wir müssen wieder Fragen zulassen, allein schon weil die Frage immer attraktiver ist, als die Antworten, die in den vergangenen zwei Jahren viel zu oft im Gewand der Parole oder als Dogma daherkamen. Wir schreiten also fragend voran.

Möchtest auch Du diesen Antrag namentlich unterzeichnen, dann schicke eine E-Mail an
solidarischelinke@googlemail.com

Einreichungsschluss ist Freitag, der 18. Mai 2012

ErstunterzeichnerInnen
Jan Korte, Delegierter, Sachsen-Anhalt
Klaus Lederer, Delegierter, Berlin
Lothar Bisky, Sachsen, Teilnehmer mit beratender Stimme
Steffen Bockhahn, Delegierter, Mecklenburg-Vorpommern
Rico Gebhardt, Delegierter, Sachsen
Bodo Ramelow, Delegierter, Thüringen
Kerstin Kaiser, Delegierte, Brandenburg
Jannine Menger-Hamilton, Delegierte, Schleswig-Holstein
Helmut Holter, Delegierter, Mecklenburg-Vorpommern
Kirsten Tackmann, Delegierte, Brandenburg
Kersten Seinke, Delegierte, Thüringen
Diana Golze, Delegierte, Brandenburg
Sabine Berninger, Delegierte, Thüringen
Kerstin Liebich, Delegierte, Mecklenburg-Vorpommern
Petra Pau, Delegierte, Berlin
Julia Nüss, Delegierte, Schleswig-Holstein
Falk Neubert, Delegierter, Sachsen
Torsten Löser, Delegierter, NRW
Angelika Gramkow, Delegierte, Mecklenburg-Vorpommern
Frank Tempel, Delegierter, Thüringen
Peter Ritter, Delegierter, Mecklenburg-Vorpommern
Luise Neuhhaus-Wartenberg, Delegierte, Sachsen
Eva-Maria Glathe-Braun, Delegierte, Baden-Württemberg
Simone Hock, Delegierte, BAG Rote Reporter
Angelika Mai, Delegierte, Brandenburg
Achim Bittrich, Delegierter, Sachsen-Anhalt
Benjamin-Immanuel Hoff, Delegierter, FdS
Gabriela Buchholz, Delegierte, Mecklenburg-Vorpommern
Barbara Höll, Delegierte, Sachsen
Rene Trömel, Delegierter, Sachsen-Anhalt
Ines Feierabend, Delegierte, Berlin
Jana Klaubert, Delegierte, Thüringen
Holger Luedtke, Delegierter, Sachsen
Marko Schmidt, Delegierter, Mecklenburg-Vorpommern
Marianne Böttcher, Delegierte, Sachsen-Anhalt
Katrin Möller, Delegierte, Berlin
Simone Luedtke, Delegierte, Sachsen
Sandra Brunner, Delegierte, Berlin
Gunter Schneider, Delegierter, Sachsen-Anhalt
Uta Knebel, Delegierte, Sachsen
Michael Grunst, Delegierter, Berlin
Annekatrin Klepsch, Delegierte, Sachsen
Tilo Urchs, Delegierter, Berlin
Nicole Ober-Blöbaum, Delegierte, Mecklenburg-Vorpommern
Sebastian Koch, Delegierter, Berlin
Tilman Loos, Delegierter, Sachsen
Susanna Karawanskij, Delegierte, Sachsen
Thomas Kind, Delegierter, Sachsen
Anja Mayer, Delegierte, FDS
Ellen Fiedelmeier, Delegierte, Mecklenburg-Vorpommern
Philipp Wohlfeil, Delegierter, Berlin
Robert Bluhm, Delegierter, Berlin
Vida Guggenmoos, Delegierte, Bayern
Angelika Stobinski, Delegierte, Brandenburg
Benjamin Koch-Böhnke, Delegierter, Niedersachsen
Thomas Grundmann, Delegierter, Sachsen
Ingrid Aigner, Delegierte, BAG Lisa
Michaela Vogel, Delegierte, Sachsen
Torsten Blümel, Delegierter, Thüringen
Sabine Pester, Delegierte, Sachsen
Lars Bergemann, Delegierter, Mecklenburg-Vorpommern
Sarah Romberg, Delegierte, Sachsen
Nico Brünler, Delegierte, Sachsen
Andreas Höppner, Delegierter, Sachsen-Anhalt
Mirko Schultze, Delegierter, Sachen
Anja Mueller, Delegierte, Thüringen
Heike Werner, Delegierte, Sachsen
Michael Schreiner, Delegierter, NRW
Dagmar Weidauer, Delegierte, Sachsen
Sabine Dirlich, Delegierte, Sachsen-Anhalt
Naomi-Pia Witte, Delegierte, Sachsen
Katrin Kunert, Delegierte, Sachsen-Anhalt
Angelika Klein, Delegierte, Sachsen-Anhalt
Andreas Graff, Delegierter, Sachsen
Torsten Hans, Delegierter, Sachsen-Anhalt
Angela Hähnel, Delegierte, Sachsen
Christian Kurz, Delegierter, Sachsen-Anhalt
Lucas Zowislok, Delegierter, Berlin
Dagmar Zoschke, Delegierte, Sachsen-Anhalt
Tilo Wirtz, Delegierter, Sachsen
Fabian Blunck, Delegierter, Linksjugend solid
Cora Brandner, Delegierte, Sachsen-Anhalt
Dr. Rainer Harbarth, Delegierter, Sachsen
Christina Emmrich, Delegierte, Berlin
Nick Prasse, Delegierter, Sachsen
Thomas Edtmaier, Delegierter, Baden-Württemberg

Halina Wawzyniak, Teilnehmerin mit beratender Stimme, Berlin
Dominic Heilig, Teilnehmer mit beratender Stimme, Mecklenburg-Vorpommern
Stefan Liebich, Teilnehmer mit beratender Stimme, Berlin
Michael Leutert, Teilnehmer mit beratender Stimme, Sachsen
Cornelia Möhring, Delegierte mit beratender Stimme, Schleswig-Holstein
Anni Seidl, Teilnehmerin mit beratender Stimme, Berlin
Dr. Birgit Klaubert, Teilnehmerin mit beratender Stimme, Thüringen
Katalin Gennburg, Teilnehmerin mit beratender Stimme, Berlin
Gerry Woop, Teilnehmer mit beratender Stimme, Brandenburg
Swen Knöchel, Teilnehmer mit beratender Stimme, Sachsen-Anhalt
Joachim Gabriel, Teilnehmer mit beratender Stimme, Bayern
Rainer-Konrad Bachmann, Teilnehmer mit beratender Stimme, Schleswig-Holstein
Jenny Schulz, Teilnehmerin mit beratender Stimme, Sachsen-Anhalt
Marco Böhme, Teilnehmer mit beratender Stimme, Bundesausschuss
Jürgen Plagge-Vandelaar, Teilnehmer mit beratender Stimme, NRW
Ralf Fiebelkorn, Teilnehmer mit beratender Stimme, Sachsen
Mario Hesselbarth, Teilnehmer mit beratender Stimme, Thüringen
Martin Lehmann, Teilnehmer mit beratender Stimme, Sachsen-Anhalt
Tomas Grohé, Teilnehmer mit beratender Stimme, NRW

Wulf Gallert, Sachsen-Anhalt
Birgit Keller, Thüringen
Michaele Sojka, Thüringen
Andreas Hein, Bremen
Rüdiger Drews, Hamburg
Sebastian Scheel, Sachsen
Helga Nowak, Niedersachsen
Petra Sitte, Sachsen-Anhalt
Torsten Krause, Brandenburg
Katja Rom, Berlin
Sebastian Wormsbächer, Sachsen-Anhalt
Katrin Plagge, NRW
Regina Bärens, Mecklenburg-Vorpommern
Benjamin-Christopher Krüger, Berlin
Lothar Jösting-Schüßler, Berlin
Antje Feiks, Sachsen
Birke Bull, Sachsen-Anhalt
Stefan Müller, Niedersachsen
Mathias Klätte, Berlin
Erik Schrader, Schleswig-Holstein
Stefan Gebhardt, Sachsen-Anhalt
Margitta Mächtig, Brandenburg
Rita Kiesbauer, Berlin
Enno Rosenthal, Brandenburg
Mark Seibert, Mecklenburg-Vorpommern
Maria Diehl, Saarland
Nora Schüttpelz, Mecklenburg-Vorpommern
Frank Puskarev, Brüssel
Fabio delle Vedove, Bayern
Sebastian Michaelis, NRW
Karsten Nissen, Bayern
Monika Greim-Münch, Bayern
Peter Scharl, Bayern
Engelbert Merk, Bayern
Heino Czichy, Bayern
Reinhard Simon, Bayern
Barbara Daum, Bayern
Lore Blössner, Bayern
Rudi Blössner, Bayern
Gisela Rückert, Bayern
Siegfried Oettmeier, Bayern
Katinka Mitteldorf, Thüringen
Heidrun Tannenberg, Niedersachsen
Daniel Bartsch, Berlin
Markus Hintze, Niedersachsen
Stefan Müller, Niedersachsen
Robert Menger, Niedersachsen
Susanne Koch, Niedersachsen
Michael Treitinger, Bayern
Lars Hilbig, Baden-Württemberg
Ina Leukefeld, Thüringen
Torsten Hesse, Berlin
Jens Dähnel, Berlin
Ute Dähnel, Berlin
Maximilian Kretzschmar, Sachsen
Anna-Lena Orlowski, NRW
Benjamin Winkler, Sachsen
Katja Jösting, Berlin
Dr.med. Joachim Elz-Fianda, Bayern
Julia Marg, Berlin
Wenke Brüdgam-Pick, Mecklenburg-Vorpommern
Wolfgang Schultz, Brandenburg
Klaus Kniß, Sachsen
Dirk Schröter, Berlin
Kay Spieß, Mecklenburg-Vorpommern
Reiner Strutz, Berlin
René Strowick, Sachsen
Christoph Nitz, Berlin
Jana Lankau, Sachsen-Anhalt
Kadriye Karci, Berlin
Thomas Lück, Brandenburg
Martin Bertram, Berlin
Silvio Lang, Sachsen
Jeremy Krstic, Berlin
Sandra Heiß, Sachsen-Anhalt
Maik Zinn, Berlin
Jutta Hildebrand, Sachsen-Anhalt
Carsten Hübner, Berlin
Jürgen Hildebrand, Sachsen-Anhalt
Alexander Jahns, Berlin
Sabine Fache, Thüringen
Oskar Lederer, Berlin
Matthias Korwitz, Sachsen-Anhalt
Tobias Rieder, Berlin
Sebastian Zwinscher, Bayern
Sebastian Kahl, Berlin
Rotraut Näther, Sachsen
Thorsten Zopf, Berlin
Dr. Michael Friedrich, Sachsen
Rainer Klaubert, Thüringen
Kathrin Zopf, Berlin
Bernd Schneider, Niedersachsen
Helmut Thiele, Berlin
Bernd Rump, Sachsen
Peter Balsam, Berlin
Klaus Czernitzki, Sachsen-Anhalt
Katrin Lompscher, Berlin
Eberhard Haueis, Sachsen
Sonja Kiesbauer, Berlin
Roy Rietentidt, Mecklenburg-Vorpommern
Gabi Kuttner, Berlin
Matthias Kühnel, Sachsen-Anhalt
Daniela Sedelke, Berlin
Jörg Prelle, Hessen
Konstanze Kriese, Berlin
Carsten Penzlin, Mecklenburg-Vorpommern
Tanju Tügel, Berlin
Knud Vöcking, NRW
René Jalaß, Sachsen
Anton Brenner, Baden-Württemberg
Antje Schiwatschev, Berlin
Ines Leukefeld, Thüringen
Thomas Dudzak, Sachsen
Susanne Schwanke-Lueck, Brandenburg
Martin Richter, Thüringen
Kristin Hofmann, Sachsen
Dennis Jannack, Sachsen-Anhalt
Markus Heide, Sachsen
Christian Zopf, Berlin
Jayne-Ann Idel, Sachsen
Raik Weber, Berlin
Fabian Kühne, Berlin
Peter Lompscher, Berlin
Sven Scheidemantel, Sachsen
Matthias Mitteldorf, Thüringen
Ursula Pohlisch, Berlin
Peter Stange-Beer, Berlin
Katharina Tetzlaff, Berlin
Horst Helas, Berlin
Andreas Prüfer, Berlin
Wolfgang Dobbert, Brandenburg
Jürgen Schäfer, Brandenburg
Leonie Berner, Berlin
Nicole Trommer, Berlin
Karsten Steffen, Mecklenburg-Vorpommern
Jens Neumann, Berlin
Jan Degenhardt, Berlin
Lars Kleba, Berlin
Nick Wagner, Sachsen
Mike Abramovici, Berlin
Michael Entrich, Sachsen-Anhalt
Klaus-Jürgen Dahler, Berlin
Sandro Smolka, Mecklenburg-Vorpommern
Frank Ressel, Sachsen-Anhalt
Karl-Anton Plass, Niedersachsen
Annett Czichy, Sachsen-Anhalt
Carsten Labudda, Baden-Württemberg
Wolfgang Schmidt, Berlin
Ulrike Juda, Berlin
Hans Poerschke, Sachsen-Anhalt
Claudia Gosdeck, Berlin
Alexander Reetz, Berlin
Ralf Feldmann, NRW
Margret von Dolega, Niedersachsen
Bianka Wandersleb, Thüringen
Eric Friedrich, Thüringen
Volker Steinke, Thüringen
Marcel Zunk, Berlin
Martin Schmielau, Schleswig-Holstein
Günter Hofmann, Brandenburg
Max Wegener, Sachsen
Sophie Böhme, Berlin
Hendrik Rohde, Sachsen-Anhalt
Florian Ebert, Sachsen-Anhalt
Elke Brosow, Berlin
Nikolas Tosse, Berlin
Dominik Lehmann, Bayern
Dana Engelbrecht, Berlin
Cathleen Bastian-Hans, Sachsen-Anhalt
Julia Wiedemann, Berlin
Enrico Stange, Sachsen
Birgit Daiber, Berlin
Thomas Rothe, Sachsen
Susanne Hennig, Thüringen
Jürgen Schmelzer, Sachsen
Christoph Nogacki, Schleswig-Holstein
Hannelore Lederer, Berlin
Dietrich Lederer, Berlin
Jörg Burandt, NRW
Thomas Mitsch, Baden-Württemberg
Michael Wolff, Berlin
Markus Hillig, Thüringen
Matthias Hertel, Sachsen-Anhalt
Claudia Jobst, Sachsen
Elke Stolze, Sachsen-Anhalt
Manfred Lüning, Sachsen-Anhalt
Katja Holzmann, Berlin
Gudrun Tiedge, Sachsen-Anhalt
Otto Görisch, Mecklenburg-Vorpommern
Peter Porsch, Sachsen
Detlef Ansorge, Mecklenburg-Vorpommern
Monika Ansorge, Mecklenburg-Vorpommern
Angelika Kurowski, Berlin
Bodo Niendel, Berlin
Christa Kafka, Sachsen
Felix S. Schulz, Berlin
Bernd Haselau, Brandenburg
Antje Kind, Berlin
Sandra Weiße, Sachsen
Ulf-Peter Graslaub, Sachsen
Dora Wrede, Brandenburg
Simon Bludovsky, Rheinland-Pfalz
Michael Efler, Berlin
Frank Forsch, Niedersachsen
Ralf Sembowski, NRW
Lutz Tannhäuser, Mecklenburg-Vorpommern
Michael Nimz, Sachsen
Angela Plättner, Brandenburg
Gudrun Lukin, Thüringen
Silke Bartsch, Brandenburg
André Schubert, Berlin
Tobias Majewski, NRW
Peter Teschner, Brandenburg
Martin Wilke, Berlin
Helga Meyer, Brandenburg
Holger Grünwedel, Bayern
Lars Büttner, Mecklenburg-Vorpommern
Markus Kurowski, Berlin
Eberhard Buntrock, Berlin
Erika Preußen, Berlin
Eberhard Albinsky, Mecklenburg-Vorpommern
Dagmar Albinsky, Mecklenburg-Vorpomern